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von Friedrich Schiller / nach Carlo Gozzi

Als Spektakel in lauen Sommernächten erwarten uns aufgespießte Köpfe vor den Toren der großen Stadt Peking. Der Kaiser von China ist grausam – oder gutmütig, sind die Köpfe doch Warnung für junge Prinzen und Helden, sich nicht auf das Spiel seiner Tochter einzulassen. Prinzessin Turandot stellt jedem Bewerber um ihr Herz drei Rätsel. Wer sie löst, bekommt die Prinzessin! Wer versagt, bezahlt mit dem Leben!

Carlo Gozzi hatte mit seinem tragikomischen Märchenspiel der Commedia dell‘arte in Venedig die Bretter aufgeschlagen. Ausgerechnet Friedrich Schiller, nicht eben bekannt für Humor, nutzte die Vorlage zu einem eigenwilligen Seitensprung der Klassik für das Weimarer Publikum. Ein großer Erfolg, lange bevor Busoni und Puccini den Stoff für die Oper entdeckten. Schiller vertiefte Figuren und Konflikt. Wie kann eine Frau in patriarchalen Gesellschaften lieben und zugleich ihre Freiheit behalten? Wie kann man das hohe Ideal der Liebe bewahren? Wieviel Stolz diese Figuren vor sich hertragen? Wie viel lieber sie von Adel sein wollen, als sich einem Gegenüber zu zeigen!

Prinzessin Turandot verfällt dem forschen Bewerber Kalif auf der Stelle. Auch der Prinz ist verliebt. Wie wir wissen, genügt das nicht, um glücklich zu sein.

Regisseur Ralf Meyer arbeitete in den letzten Jahren an Märchen für Kinder. In diesem Jahr nimmt er sich einem für Erwachsene an.

Tickets und Infos unter: buehnen-halle.de/turandot