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Konzertreihe der Staatskapelle Halle

Werke von Franz Schubert und Felix Mendelssohn Bartholdy

Dmitri Levkovich, Preisträger IPF Klavier | Gerrit Prießnitz, Leitung

Ihre Uraufführung scheiterte 1828, weil die Wiener Gesellschaft der Musikfreunde sie als zu schwierig und mit einer Stunde als deutlich zu lang bewertete: Franz Schuberts Neunte, seine »Große« C-Dur-Sinfonie. Für den Komponisten eine bittere
Enttäuschung. Schließlich handelt es sich bei diesem Werk um seinen bedeutendsten Beitrag zur Orchestermusik. Schubert starb noch im selben Jahr im Alter von nur 31 Jahren. Und seine Neunte verschwand im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde. Es brauchte zwei weitere Großmeister der Musikgeschichte, um das Werk vor dem Dunkel des Vergessens zu retten. Robert Schumann entdeckte die Partitur 1839 während seines Wien-Besuchs und lobpries die »himmlische Länge
der Symphonie«. Sie sei »wie ein dicker Roman in vier Bänden etwa von Jean Paul«. Und auch sein Freund Felix Mendelssohn Bartholdy fing schnell Feuer und führte die Große C-Dur-Sinfonie am 21. März 1839 im Rahmen der Leipziger Gewandhauskonzerte auf.

Acht Jahre zuvor, im Jahr 1831, schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy sein erstes Klavierkonzert in Rom und in München. Es ist der 17-jährigen Pianistin Delphine von Schauroth gewidmet, die es am 17. Oktober 1831 bei einem Benefizkonzert »Zum Besten der Armenpflegegesellschaft« im Münchener Odeonssaal aufführte.
In Halle wird das Werk von dem in der Ukraine geborenen kanadischen Pianisten und Komponisten Dmitri Levkovich interpretiert, der von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für seine »künstlerische Raffinesse, die weit über das Übliche hinausgeht« gelobt wurde.